P0747 – Druckregelventil A: im eingeschalteten Zustand fest

Mit Quellen redaktionell überarbeitet · 2. November 2026 · Quellen ansehen

Zusatz wie „-00“ verstehen

Bei U0100-00 ist U0100 der Grundcode. Wird 00 als Fehlerart ausgegeben, bedeutet es „keine zusätzliche Fehlerart“ – nicht „kein Fehler“.

Zusätze können mit Bindestrich, Doppelpunkt oder direkt angehängt erscheinen, etwa P034100. „Aktuell“ oder „gespeichert“ beschreibt dagegen den Fehlerstatus. Schreibweise und Bedeutung müssen zum Diagnosegerät und Fahrzeug passen.

Was für die genaue Einordnung wichtig ist

Übernimm die vollständige Kennung und den Originaltext, das meldende Steuergerät sowie den angezeigten Fehlerstatus. Dazu gehören Hersteller, Modell, Baujahr und Motor. Die Kennung allein reicht für eine Bauteilentscheidung nicht aus.

In der Werkstatt-Notiz kannst du den vollständigen Auslesetext ergänzen.

Grundlagen und Beispiele: Ford: Grundcode und Fehlerart (PDF), Ford: Spannungszusätze (PDF), FCA: Zusatz 87 (PDF) und GM: Fehlerart und Status als getrennte Angaben (PDF). Diese Beispiele belegen das Format; sie sind keine allgemeine Reparaturanweisung für dein Fahrzeug.

Kennung, Status und Symptomnummer unterscheiden
  • U0100-00: fünfstelliger Grundcode mit zweistelligem Zusatz.
  • U0100:00-2F: zusätzliche Anzeige nach der Fehlerart; das Ausgabeformat des Diagnosegeräts ist entscheidend.
  • B2000 00 [009]: auch solche Schreibweisen bleiben erhalten. Die Klammerangabe wird hier nicht automatisch als Fehlerart oder Status entschlüsselt.
  • Symptomnummer: eine weitere Herstellerangabe im Bericht. Sie ist nicht automatisch dasselbe wie der zweistellige Zusatz.

Eine reine Herstellernummer wie 01314 ist ein anderes Format. Füge kein „P“ davor und kürze sie nicht zu einem vermeintlichen OBD-Code.

Beschreibung

P0747 betrifft nach der allgemeinen Zuordnung das Druckregelventil A. Die Überwachung erkennt den bezeichneten Ventilzustand als unpassend aktiv. Das kann durch unerwünschte Bestromung oder eine nicht folgende hydraulische Funktion entstehen. Ein höherer Spulenstrom bedeutet je nach Ventilbauart nicht zwingend einen höheren Ausgangsdruck. Die tatsächliche Ventilbezeichnung, der geregelte Druckzweig und die Normalstellung sind anhand der Getriebekennung zu bestimmen; A, B oder C sind keine universellen Gang- oder Kupplungsnummern.

Betroffenes System

Getriebe / Druckregelventil A

Mögliche Ursachen

Ein klemmender Ventilschieber, eine nicht korrekt abgeschaltete Ansteuerung, Fremd-/Fehlbestromung oder eine hydraulisch aufrechterhaltene Wirkung trotz korrektem elektrischen Zustandswechsel. Auch Messgrundlage und Rückmeldung sind zu bestätigen.

Mögliche Symptome

Harte oder verzögerte Schaltungen, Schlupf, eingeschränkte Gangwahl, Notlauf oder eine Getriebewarnung sind möglich. Die Zuordnung zu einem bestimmten Gang ist ohne Getriebeplan nicht belastbar. Bei starkem Schlupf, fehlendem Kraftschluss, Überhitzung oder unsicherem Fahrzeugverhalten keine weitere Probefahrt zur Fehlersuche durchführen.

Diagnose Schritt für Schritt

  1. Getriebekennung, vollständigen Fehlertext, Zusatzstellen, Status und Umgebungsdaten sichern. Betroffenen Fahrbereich, Öltemperatur und vorausgegangene Öl-/Mechatronikarbeiten notieren; Begleitcodes zeitlich einordnen.
  2. Druckregelventil A im passenden Hydraulik-/Schaltplan zuordnen. Prüfen, welchen Zweig es beeinflusst, wie es elektrisch angesteuert wird und welche Reaktion die Überwachung tatsächlich erwartet.
  3. Ölstand und Flüssigkeitsfreigabe mit dem vorgeschriebenen Temperatur-/Füllverfahren prüfen lassen. Reale Verluste und auffälligen Zustand dokumentieren. Ein Ölwechsel oder eine Spülung ist ohne Ursachenbefund keine automatische Reparatur dieses Codes.
  4. Versorgung und relevante Leitungs-/Steckverbindungen einschließlich des inneren Getriebekabelwegs prüfen lassen. Bei mehreren elektrischen Ventilcodes gemeinsame Versorgung und Masse vor der Annahme mehrerer Einzeldefekte untersuchen.
  5. Anforderung und tatsächlichen elektrischen Ausgang beim verlangten Zustandswechsel vergleichen. Bleibt der elektrische Kreis unerwünscht aktiv, den Treiber-/Leitungsweg eingrenzen. Ändert er sich korrekt, die ausbleibende hydraulische Entlastung beziehungsweise Ventilreaktion nach Getriebeplan prüfen.
  6. Bei einer erforderlichen Druckprüfung nur die freigegebenen Messpunkte, Betriebsbedingungen und geeigneten Geräte verwenden lassen. Sollstrom und Druck hängen nicht bei jeder Ventilbauart gleichgerichtet zusammen. Eine unplausible Druckmessung beziehungsweise ein Ersatzwert muss zuerst erkannt werden.
  7. Wenn die elektrische Funktion stimmt, den Hydraulikweg vom Versorgungsdruck über das Ventil zum betroffenen Verbraucher prüfen lassen. Leckage, klemmende Schieber und mechanische Kupplungsprobleme können eine ausbleibende Wirkung trotz intakter Spule erklären.
  8. Nach belegter Reparatur den ursprünglichen sicheren Betriebszustand erneut prüfen und Anforderung, elektrische Reaktion und Getriebewirkung bestätigen. Notwendiges Anlernen nur nach dem passenden Verfahren bei intakter Grundlage durchführen; bloßes Löschen der Lernwerte ist kein Reparaturnachweis.

Reparatur und Weiterfahren

Kontakt-/Versorgungsfehler, Spule/Treiber, Ventil-/Hydraulikweg oder mechanische Ursache nur nach eindeutigem Befund instand setzen lassen. Keine unbekannten Ventilkontakte direkt mit Batteriespannung bestromen und keine Druckleitung versuchsweise lösen. Getriebeausführung, Teilekennzeichnung und gegebenenfalls erforderliche Kalibrierung müssen zusammenpassen.

Häufige Fragen zu P0747

Bedeutet „eingeschaltet“ immer zu hohen Getriebedruck?

Nein. Druckrichtung und stromloser Zustand hängen vom konkreten Ventil und seiner Hydraulikschaltung ab. Die Bezeichnung allein liefert keine allgemeine Druckrichtung.

Ist Ventil A bei jedem Getriebe dasselbe Bauteil?

Nein. Der Buchstabe ist eine Codezuordnung. Physischer Einbauort, Herstellername, geregelter Kreis und zugehörige Kupplungen hängen von der Getriebeausführung ab.

Bestätigt ein guter Spulenwiderstand die hydraulische Funktion?

Nein. Eine statische elektrische Messung bestätigt weder Ventilbewegung noch Druckdurchfluss und Dichtheit. Der Vergleich zwischen Anforderung, Stromreaktion und tatsächlicher Wirkung ist entscheidend.

Zum Vergleich: P0745   P0746   P0748  

Quellen und Einordnung

Redaktionell überarbeitet am 2. November 2026. Die Code-Zuordnung wurde mit den folgenden Unterlagen abgeglichen. Die Prüfschritte sind allgemeine Hinweise; fahrzeugspezifische Reparaturunterlagen bleiben maßgeblich.

Allgemeine Codezuordnung und systemübergreifende Prüflogik sind von fahrzeugbezogenen Sollwerten zu trennen. Der ZF-Beleg erklärt den Systemaufbau, belegt aber keine Pin-/Strom-/Druckvorgabe für ein beliebiges Getriebe. Herstellerfälle gelten ausschließlich im jeweils genannten Umfang.

Deine Notiz für die Werkstatt

Halte den Befund fest, bevor du Fehler löschst oder Teile wechselst. Die Notiz hilft beim Gespräch; sie ist kein Diagnoseergebnis.

Werkstatt-Notiz ausfüllen und mitnehmen

Dieses Formular sendet deine Eingaben nicht an unseren Server. Es speichert sie auch nicht dauerhaft im Browser. Beim Neuladen gehen sie verloren – speichere deine fertige Notiz vorher als Textdatei.

Vorhandenen Auslesebericht und Fehlerumgebungsdaten (Freeze Frame) zusätzlich aufbewahren.

Du kannst den Text auch direkt markieren und kopieren. Lass persönliche Angaben wie Kennzeichen oder Fahrgestellnummer weg, wenn du sie hier nicht benötigst.

Fehlercodes richtig auslesen und den Werkstattbesuch vorbereiten →