P0746 – Druckregelventil A: Funktion gestört / im ausgeschalteten Zustand fest
Mit Quellen redaktionell überarbeitet · 2. November 2026 · Quellen ansehen
Zusatz wie „-00“ verstehen
Bei U0100-00 ist U0100 der Grundcode. Wird 00 als Fehlerart ausgegeben, bedeutet es „keine zusätzliche Fehlerart“ – nicht „kein Fehler“.
Zusätze können mit Bindestrich, Doppelpunkt oder direkt angehängt erscheinen, etwa P034100. „Aktuell“ oder „gespeichert“ beschreibt dagegen den Fehlerstatus. Schreibweise und Bedeutung müssen zum Diagnosegerät und Fahrzeug passen.
Was für die genaue Einordnung wichtig ist
Übernimm die vollständige Kennung und den Originaltext, das meldende Steuergerät sowie den angezeigten Fehlerstatus. Dazu gehören Hersteller, Modell, Baujahr und Motor. Die Kennung allein reicht für eine Bauteilentscheidung nicht aus.
In der Werkstatt-Notiz kannst du den vollständigen Auslesetext ergänzen.
Grundlagen und Beispiele: Ford: Grundcode und Fehlerart (PDF), Ford: Spannungszusätze (PDF), FCA: Zusatz 87 (PDF) und GM: Fehlerart und Status als getrennte Angaben (PDF). Diese Beispiele belegen das Format; sie sind keine allgemeine Reparaturanweisung für dein Fahrzeug.
Kennung, Status und Symptomnummer unterscheiden
- U0100-00: fünfstelliger Grundcode mit zweistelligem Zusatz.
- U0100:00-2F: zusätzliche Anzeige nach der Fehlerart; das Ausgabeformat des Diagnosegeräts ist entscheidend.
- B2000 00 [009]: auch solche Schreibweisen bleiben erhalten. Die Klammerangabe wird hier nicht automatisch als Fehlerart oder Status entschlüsselt.
- Symptomnummer: eine weitere Herstellerangabe im Bericht. Sie ist nicht automatisch dasselbe wie der zweistellige Zusatz.
Eine reine Herstellernummer wie 01314 ist ein anderes Format. Füge kein „P“ davor und kürze sie nicht zu einem vermeintlichen OBD-Code.
Beschreibung
P0746 betrifft nach der allgemeinen Zuordnung das Druckregelventil A. Der erwartete Funktionswechsel wird nicht korrekt erkannt. „Stuck Off“ bezeichnet den überwachten Zustand und beweist nicht allein, dass der elektrische Spulenstrom fehlt. Der konkrete Hersteller kann unter einem Funktionscode auch einen Vergleich von Soll- und Ist-Strom auswerten. Die tatsächliche Ventilbezeichnung, der geregelte Druckzweig und die Normalstellung sind anhand der Getriebekennung zu bestimmen; A, B oder C sind keine universellen Gang- oder Kupplungsnummern.
Betroffenes System
Getriebe / Druckregelventil A
Mögliche Ursachen
Fehlende oder falsche Ansteuerung, gestörter Ventilhub, verschmutzter/verschlissener Hydraulikweg, unzureichende Druckversorgung oder ein Fehler der für die Überwachung verwendeten Rückmeldung. Ein elektrisches Stromproblem und eine hydraulisch ausbleibende Wirkung benötigen unterschiedliche Prüfungen.
Mögliche Symptome
Harte oder verzögerte Schaltungen, Schlupf, eingeschränkte Gangwahl, Notlauf oder eine Getriebewarnung sind möglich. Die Zuordnung zu einem bestimmten Gang ist ohne Getriebeplan nicht belastbar. Bei starkem Schlupf, fehlendem Kraftschluss, Überhitzung oder unsicherem Fahrzeugverhalten keine weitere Probefahrt zur Fehlersuche durchführen.
Diagnose Schritt für Schritt
- Getriebekennung, vollständigen Fehlertext, Zusatzstellen, Status und Umgebungsdaten sichern. Betroffenen Fahrbereich, Öltemperatur und vorausgegangene Öl-/Mechatronikarbeiten notieren; Begleitcodes zeitlich einordnen.
- Druckregelventil A im passenden Hydraulik-/Schaltplan zuordnen. Prüfen, welchen Zweig es beeinflusst, wie es elektrisch angesteuert wird und welche Reaktion die Überwachung tatsächlich erwartet.
- Ölstand und Flüssigkeitsfreigabe mit dem vorgeschriebenen Temperatur-/Füllverfahren prüfen lassen. Reale Verluste und auffälligen Zustand dokumentieren. Ein Ölwechsel oder eine Spülung ist ohne Ursachenbefund keine automatische Reparatur dieses Codes.
- Versorgung und relevante Leitungs-/Steckverbindungen einschließlich des inneren Getriebekabelwegs prüfen lassen. Bei mehreren elektrischen Ventilcodes gemeinsame Versorgung und Masse vor der Annahme mehrerer Einzeldefekte untersuchen.
- Sollansteuerung, gegebenenfalls überwachten Ist-Strom und vorgesehene Druck-/Schaltreaktion im selben Prüfzustand vergleichen lassen. Falscher Strom lenkt auf Versorgung, Leitungen, Spule oder Treiber. Korrekte elektrische Reaktion bei ausbleibender hydraulischer Wirkung lenkt auf Ventilbewegung, Versorgung, Leckage oder nachgeordnete Funktion.
- Bei einer erforderlichen Druckprüfung nur die freigegebenen Messpunkte, Betriebsbedingungen und geeigneten Geräte verwenden lassen. Sollstrom und Druck hängen nicht bei jeder Ventilbauart gleichgerichtet zusammen. Eine unplausible Druckmessung beziehungsweise ein Ersatzwert muss zuerst erkannt werden.
- Wenn die elektrische Funktion stimmt, den Hydraulikweg vom Versorgungsdruck über das Ventil zum betroffenen Verbraucher prüfen lassen. Leckage, klemmende Schieber und mechanische Kupplungsprobleme können eine ausbleibende Wirkung trotz intakter Spule erklären.
- Nach belegter Reparatur den ursprünglichen sicheren Betriebszustand erneut prüfen und Anforderung, elektrische Reaktion und Getriebewirkung bestätigen. Notwendiges Anlernen nur nach dem passenden Verfahren bei intakter Grundlage durchführen; bloßes Löschen der Lernwerte ist kein Reparaturnachweis.
Reparatur und Weiterfahren
Kontakt-/Versorgungsfehler, Spule/Treiber, Ventil-/Hydraulikweg oder mechanische Ursache nur nach eindeutigem Befund instand setzen lassen. Keine unbekannten Ventilkontakte direkt mit Batteriespannung bestromen und keine Druckleitung versuchsweise lösen. Getriebeausführung, Teilekennzeichnung und gegebenenfalls erforderliche Kalibrierung müssen zusammenpassen.
Herstellerhinweise zu P0746
Mitsubishi TC-SST: Überwachung des Soll-/Ist-Stroms
Anwendungsbereich: Mitsubishi TSB-13-22-003, März 2013: die darin genannten Lancer-Evolution-/Ralliart-Ausführungen 2008–2011 mit TC-SST. Diagnose P0746 auf PDF-Seite 26; Fahrzeug und aktuelle Reparaturunterlage müssen passen.
Bei dieser TC-SST-Ausführung beschreibt Mitsubishi P0746 als Abweichung zwischen tatsächlichem und angefordertem Ventilstrom. Ein allgemein als „Performance/Stuck Off“ geführter Code kann somit eine konkret elektrische Überwachungslogik besitzen. Das bestätigt die Bedeutung des Originalherstellertextes.
- Genannte Ausführung und vollständigen Fehlereintrag bestätigen.
- Begleitbefunde und Soll-/Ist-Strom nach dem vorgesehenen Verfahren bewerten.
Mitsubishi TSB-13-22-003: TC-SST-Diagnose, P0746 ab PDF-Seite 26
Nissan: eigener CVT-Prüfablauf mit Geltungsgrenzen
Anwendungsbereich: NTB22-021 vom 21. März 2022: Kicks 2018–2021 und Versa 2020–2021 mit CVT RE0F11B. Die im Bulletin genannten Codekombinationen und Ausschlüsse müssen erfüllt sein.
Nissan sieht für diese Fahrzeuge eine eigene Entscheidungskette vor und begrenzt deren Anwendung anhand von Getriebeausführung, Symptomen und weiteren gespeicherten Codes. Ein Ventilname allein ersetzt diesen fahrzeugbezogenen Ablauf nicht.
- Anwendbarkeit und Begleitcodes vollständig abgleichen.
- Aktuelle Gesamtausgabe des Verfahrens für die Reparaturentscheidung verwenden.
Häufige Fragen zu P0746
Ist „Stuck Off“ der Beweis für eine unterbrochene Spule?
Nein. Es ist ein überwachter Funktionszustand. Erst der Vergleich von elektrischer Ansteuerung und tatsächlicher Wirkung trennt eine Unterbrechung von Ventil-/Hydraulikproblemen.
Ist Ventil A bei jedem Getriebe dasselbe Bauteil?
Nein. Der Buchstabe ist eine Codezuordnung. Physischer Einbauort, Herstellername, geregelter Kreis und zugehörige Kupplungen hängen von der Getriebeausführung ab.
Bestätigt ein guter Spulenwiderstand die hydraulische Funktion?
Nein. Eine statische elektrische Messung bestätigt weder Ventilbewegung noch Druckdurchfluss und Dichtheit. Der Vergleich zwischen Anforderung, Stromreaktion und tatsächlicher Wirkung ist entscheidend.
Quellen und Einordnung
Redaktionell überarbeitet am 2. November 2026. Die Code-Zuordnung wurde mit den folgenden Unterlagen abgeglichen. Die Prüfschritte sind allgemeine Hinweise; fahrzeugspezifische Reparaturunterlagen bleiben maßgeblich.
Allgemeine Codezuordnung und systemübergreifende Prüflogik sind von fahrzeugbezogenen Sollwerten zu trennen. Der ZF-Beleg erklärt den Systemaufbau, belegt aber keine Pin-/Strom-/Druckvorgabe für ein beliebiges Getriebe. Herstellerfälle gelten ausschließlich im jeweils genannten Umfang.
Deine Notiz für die Werkstatt
Halte den Befund fest, bevor du Fehler löschst oder Teile wechselst. Die Notiz hilft beim Gespräch; sie ist kein Diagnoseergebnis.
Werkstatt-Notiz ausfüllen und mitnehmen
Dieses Formular sendet deine Eingaben nicht an unseren Server. Es speichert sie auch nicht dauerhaft im Browser. Beim Neuladen gehen sie verloren – speichere deine fertige Notiz vorher als Textdatei.
Vorhandenen Auslesebericht und Fehlerumgebungsdaten (Freeze Frame) zusätzlich aufbewahren.
Du kannst den Text auch direkt markieren und kopieren. Lass persönliche Angaben wie Kennzeichen oder Fahrgestellnummer weg, wenn du sie hier nicht benötigst.
Deinen Befund für die Werkstatt vorbereiten
Code, Fahrzeug, Symptome und bisherige Prüfungen übersichtlich festhalten. Der kostenlose Begleiter hilft beim Gespräch und bei der Dokumentation.
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