P2135 – Bedeutung, Ursachen und Lösung

Beschreibung

P2135 bedeutet, dass die Spannungen der Positionssignale A und B von Drosselklappe beziehungsweise Gaspedal nicht in der erwarteten Beziehung zueinander stehen. Redundante Signalwege ermöglichen dem Steuergerät eine gegenseitige Plausibilitätsprüfung. Je nach Bauart verlaufen die Kennlinien gleichgerichtet, gegensinnig oder mit unterschiedlichem Maßstab. Sie müssen deshalb nicht dieselbe Spannung liefern. Welche Baugruppe betroffen ist, ergibt sich aus dem Herstellerfehlertext. Der Code beweist weder eine verschmutzte Drosselklappe noch automatisch einen defekten Pedalgeber.

Betroffenes System

Elektronische Gasbetätigung – Positionssignale A/B unplausibel

Mögliche Ursachen

Mögliche Ursachen sind verschlissene oder intern fehlerhafte Positionsgeber, kurze Signalaussetzer, beschädigte Steckkontakte und Leitungsfehler. Eine gestörte Versorgung oder Sensormasse kann einen oder beide Kanäle verschieben. Nach Bauteiltausch sind Kompatibilität und vorgeschriebene Anpassung zu berücksichtigen. Mechanische Probleme an der Drosselklappe können zusätzlich bestehen, erklären aber nicht jede elektrische Korrelationsabweichung. Ein Steuergerätefehler ist erst nach Prüfung der Geberkennlinien und aller äußeren Stromkreise sinnvoll zu bewerten.

Mögliche Symptome

Möglich sind fehlende oder eingeschränkte Gasannahme, Notlauf, ungewöhnliche Leerlaufregelung und eine Antriebswarnung. Das Verhalten kann nach einem Neustart vorübergehend normal erscheinen. Bei sporadischem Signalfehler ist eine erneute Leistungsbegrenzung während der Fahrt weiterhin möglich.

Diagnose Schritt für Schritt

  1. Den vollständigen Fehlertext mit Untercode und Umgebungsdaten sichern. Begleitende Stromkreis-, Versorgungs- und Stellmotorfehler dokumentieren. Festhalten, ob die Abweichung beim Start, während der Pedalbewegung oder erst nach Erwärmung auftritt.
  2. Die Signalwege A und B dem richtigen Bauteil zuordnen. Herstellervorgaben für Kennlinien und zulässige Beziehung heranziehen. Zwei unterschiedlich skalierte Signale dürfen nicht allein wegen verschiedener Prozent- oder Spannungswerte als fehlerhaft gelten.
  3. Stecker und Leitungssatz auf Feuchtigkeit, lose Kontakte und Scheuerschäden prüfen. Nach Reinigung, Drosselklappenwechsel oder Arbeiten im Fußraum auf neue Beschädigungen achten. Eine fehlerhafte Steckerverriegelung kann sporadische Aussetzer bei Bewegung verursachen.
  4. Beide Kanäle gleichzeitig im freigegebenen Betriebszustand aufzeichnen. Bei Pedalzuordnung das Pedal langsam und gleichmäßig bewegen. Auf Sprünge, Unterbrechungen und nur kurzzeitige Abweichungen achten; Einzelmessungen können den Fehler übersehen.
  5. Referenzversorgung und Sensormasse nach Schaltplan prüfen. Bei gemeinsamen Versorgungen weitere angeschlossene Sensoren berücksichtigen. Spannungsabfälle unter den Fehlerbedingungen sind aussagekräftiger als ein einmaliger unbelasteter Wert nach Abziehen des Steckers.
  6. Die Signale am Bauteil und am Steuergeräteeingang vergleichen. Bei Bedarf mit geeignetem Oszilloskop kurze Fehler erfassen. Leitungsprüfungen spannungsfrei durchführen und aktive Sensoren nicht mit ungeeigneten Widerstandsprüfungen oder Fremdspannung belasten.
  7. Bei intakter Verkabelung die zugeordnete Geberbaugruppe und gegebenenfalls mechanische Klappenfunktion nach Herstellerplan prüfen. Eine Reinigung nur bei passendem Befund durchführen. Verschmutzung darf nicht als pauschale Erklärung einer unterbrochenen Signalspur dienen.
  8. Nach Reparatur erforderliche Grundeinstellung beziehungsweise Anlernfunktion ausführen. Gleichmäßigen Verlauf und zulässige Korrelation beider Kanäle bestätigen. Erst nach sicherer Standprüfung eine Funktionsfahrt durchführen und den Speicher anschließend erneut auslesen.

Wichtig: Elektrisch betätigte Drosselklappen können unvermittelt schließen. Keine Finger oder Werkzeuge in den Stellbereich halten. Redundante Signalschienen nicht miteinander verbinden und Notlaufstrategien nicht deaktivieren. Prüfungen müssen unbeabsichtigte Fahrzeugbewegung sicher ausschließen.

Reparatur und Weiterfahren

Leitungs- und Kontaktfehler beseitigen, Versorgung und Sensormasse instand setzen oder eine bestätigt defekte Geberbaugruppe ersetzen. Unpassende Ersatzteile korrigieren und vorgeschriebene Anpassungen durchführen. Ein Pedal oder eine Drosselklappe erst nach eindeutiger Kanalzuordnung und Prüfung erneuern.

Weiterfahren: Bei unzuverlässiger Gasannahme, starkem Notlauf oder Absterben sicher anhalten und Transport erwägen. Eine normale Weiterfahrt nur wegen vorübergehender Besserung nach Neustart ist nicht sinnvoll. Bei rein historischem Eintrag die Signalplausibilität vor längeren Fahrten gezielt prüfen lassen.