P2120 – Bedeutung, Ursachen und Lösung
Beschreibung
P2120 bedeutet, dass das Motorsteuergerät einen Fehler im Stromkreis des als D bezeichneten Drosselklappen- oder Fahrpedalpositionssensors erkennt. Welcher konkrete Signalpfad mit Sensor D gemeint ist, unterscheidet sich je nach Hersteller und muss aus Schaltplan und Diagnoseunterlagen hervorgehen. Elektronische Gaspedalsysteme verwenden mehrere voneinander überwachte Signalbahnen, damit eine einzelne Störung erkannt wird. P2120 beweist daher nicht automatisch ein defektes Fahrpedal; auch gemeinsame 5-Volt-Versorgung, Masse, Stecker, Kabel oder ein Drosselklappensignal können betroffen sein.
Betroffenes System
Elektronische Gasbetätigung / Positionssensor D – Signalstromkreis
Mögliche Ursachen
Mögliche Ursachen sind verschlissene oder unterbrochene Leiterbahnen im Fahrpedal- beziehungsweise Drosselpositionssensor, ein lockerer Stecker, Korrosion, Feuchtigkeit und ein Kabelbruch nahe Pedal oder Motor. Kurzschluss gegen Masse, Versorgung oder eine andere Signalleitung kann den Wert festsetzen. Eine gestörte 5-Volt-Referenz oder Sensormasse betrifft häufig mehrere Positions- oder Drucksensoren gleichzeitig. Fußraumfeuchtigkeit, nachträglich verlegte Kabel und mechanische Beschädigung sind möglich. Niedrige Bordspannung, falsche Codierung, ein unpassendes Ersatzteil oder selten ein Steuergeräte-Eingang kommt ebenfalls infrage. Die Signalbahn D darf nicht ohne Herstellerzuordnung einem bestimmten Pin zugeordnet werden.
Mögliche Symptome
Möglich sind Motorkontroll- oder Drosselklappenwarnleuchte, verzögerte oder fehlende Gasannahme, Notlauf, begrenzte Drehzahl, unruhiger Leerlauf und Absterben. Der Fehler kann nur in einem bestimmten Pedalwinkel auftreten und danach vorübergehend verschwinden. Bei einer gemeinsamen Referenzspannungsstörung können gleichzeitig weitere Sensorwerte und Systeme ausfallen. Das Steuergerät verwendet meist einen Ersatzwert, um unbeabsichtigte Beschleunigung zu verhindern.
Diagnose Schritt für Schritt
- Fehlercodes und Standbilddaten sichern. Weitere Pedal-, Drosselklappen-, Referenzspannungs- und Unterspannungscodes gemeinsam auswerten.
- Hersteller-Schaltplan verwenden und eindeutig bestimmen, welches Bauteil, welcher Stecker und welcher Pin als Positionssensor D bezeichnet wird.
- Pedalbereich, Drosselklappenstecker und Kabelbaum auf Wasser, Scheuern, Zug, Korrosion, lose Pins und nachträgliche Einbauten prüfen.
- Referenzspannung, Sensormasse und Signal bei angeschlossenem Sensor nach Vorgabe messen. Gemeinsame Referenzkreise und weitere betroffene Sensoren beachten.
- Alle redundanten Pedal- und Drosselpositionswerte beim langsamen vollständigen Betätigen auf gleichmäßigen, zueinander passenden Verlauf prüfen.
- Kabel und Stecker während der Livewertaufzeichnung vorsichtig bewegen. Sprünge, Aussetzer und Spannungsabfall unter Last lokalisieren.
- Sensor und Leitungen getrennt nach Herstellerverfahren prüfen. Keine 12-Volt-Spannung auf Referenz- oder Signalleitungen geben.
- Leitung, Stecker oder bestätigtes Pedal- beziehungsweise Drosselbauteil ersetzen, erforderliche Adaption ausführen und alle Signalbahnen erneut vergleichen.
Wichtig: Ein Fehler der elektronischen Gasbetätigung kann die Motorleistung plötzlich begrenzen. Sensorbahnen dürfen nicht überbrückt oder ohne Schaltplan miteinander verbunden werden.
Reparatur und Weiterfahren
Je nach Befund werden korrodierte Stecker, beschädigte Signal-, Referenz- oder Masseleitungen repariert und ein bestätigtes Fahrpedalmodul beziehungsweise Drosselklappenbauteil ersetzt. Gemeinsame 5-Volt-Störungen und Bordspannungsprobleme sind zuerst zu beheben. Nach Ersatz sind Codierung oder Grundeinstellung nach Herstellervorgabe auszuführen.
Weiterfahren: Bei stabiler reduzierter Leistung höchstens unmittelbar zur Diagnose fahren. Bei aussetzender oder unvorhersehbarer Gasannahme, Absterben oder hoher Leerlaufdrehzahl Fahrzeug sicher abstellen und nicht weiterfahren.